Mariann Steegmann
Foundation
Förderung von Frauen in der Musik
Komponistinnen, Musikschriftstellerinnen, Mäzeninnen, Musikpädagoginnen, Dirigentinnen etc. werden seit den 1970er Jahren von Wissenschaftler*innen und Intepret*innen wiederentdeckt und aufgeführt. In den Anfangsjahren standen Sammlung, Archivierung und philologische wie biographische Aufarbeitungen von vergessenen Werken und Lebenswegen im Zentrum der „Frauenforschung“. Mehr und mehr rückte dabei die Notwendigkeit einer stärkeren Berücksichtigung von übergreifenden soziokulturellen Fragestellungen in den Blick, was zur Einführung des Begriffs „Genderforschung“ führte.
Die Gender-
richtet „sich auf die historisch wechselnde kulturelle Konstruktion von Geschlecht“ und „zielt darauf, gesellschaftlich geprägte Geschlechterrollen wahrzunehmen, Geschlechterunterschiede zu verstehen und im Sinne eines wissenschaftskritischen Ansatzes Wahrnehmung und Geschlechterrollen zu verändern. […] Gender als das kulturell erworbene und geprägte Geschlecht [… ist] inzwischen eine zentrale historisch-
In diese Phase der Genderforschung fiel die Vorbereitung der im Oktober 2000 gegründeten Mariann Steegmann Foundation: Mit der Stifterin wurde ein Stiftungsprofil für Genderforschung auf dem Gebiet der Kunst-
Diese langjährige institutionelle Förderung wird ergänzt durch die ebenfalls langjährige Förderung von Musik und Gender im Internet an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, inzwischen auch Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar.
In einer weiteren Förderlinie werden seit 2007 musikwissenschaftliche Forschungen und Publikationen gefördert. Hierfür können bei der Mariann Steegmann Foundation Mittel beantragt werden. Über die Anträge wird in jährlich zwei Vergabesitzungen entschieden. Dabei bestimmt der bei Gründung der Mariann Steegmann Foundation umrissene Stiftungszweck weiterhin den Förderrahmen. Wie bei der Gründung sieht es die Mariann Steegmann Foundation als ihre Aufgabe, musikbezogene wissenschaftliche Forschung über Geschlechterbeziehungen und die gesellschaftliche, politische und symbolische Ausbildung von Geschlechterdifferenzen zwischen den Menschen zu fördern. Das schließt eine breitere thematische Ausrichtung und Förderung etwa von musikethnologischen Themen, Popularmusikthemen, Forschungen zu Maskulinität und aktuellen Forschungsparadigmen wie Intersektionalität und Diversität nicht aus. Allerdings stehen letztere nicht im Kern des Stiftungsprofils.